Northbridge. So heißt das Haus und auch der Stadtteil, in dem sich selbiges befindet. Dieses Haus war einfach mal das größte, wo ich in meiner Karriere als Cleaner gearbeitet habe. Drei Etagen waren nichts besonderes, aber die Fläche des Hauses war ziemlich gewaltig. Hannes hat gesagt, es wären wohl 800 qm.
Weitere Besonderheiten:3D-LED-Fernseher, Flatscreens everywhere, Granit-(oder-so-ähnlich)-Badewanne, Fitnessraum, Raum mit Fels drin, zig Bäder, extra Wohnung für die Nanny oder Aupair, wie auch immer, Pool, Strandzugang, Strandlift, Wasserhahn mit einer Taste für heißes und einer für ganz kaltes Wasser, Heimkino mit Leinwand, Beamer und Surroundsystem. Naja, alles, was man halt so braucht, um sich die Langeweile zumindest ein bisschen zu vertreiben.
Und ordentlich Fenster.Fenster, soweit das Auge reicht. Ich habe vorhin mal so drüber nach gedacht, was ich denn so gemacht habe die ganze Woche. Und eigentlich bin ich auf Fenster gekommen. Manchmal nur von innen, dann wieder von beiden Seiten, dann mit den Fensterrahmen, mal wieder nur die Fenster, gedetailed oder nicht, so wie das halt ist mit den Plänen in Australien....
Übrigens weiß ich auch mal, wer denn jetzt da drin wohnen wird. Dieser Mann, dessen Namen ich mal nicht erwähnen werde, hat mit Morgan Stanley zusammengearbeitet, in Australien die Untergruppe der Investmentfirma gegründet, für die er in London angefangen hat, und dann den Asienbereich übernommen hat.
Für eine US-Firma hat er einen Vier-Milliarden-Dollar-Deal zum Kauf eines australischen Fernsehsenders mit Magazinen und Onlineausgabe abgewickelt. In Houston studiert, naja, Tokio, London, Sydney. Ich bin ziemlich platt...
| Bei so einem Blick könnte ich glaube ich nicht einschlafen. |
| Und ich würde ständig meine Überwa- chungskameras angucken ;). |
| Nicht übel. Mit Innenhof. |
| Was für eine Kathedrale. |
| Da hinten geht der Lift zum Strand... |
| Das sind sowieso die geilsten. In Deutschland gibts Ampeln. Aber hat auch den Vorteil, dass man sich ständig an den Verkehr anpassen kann |
| So gehts mir gut. |
UND es gibt noch was Neues. Greg ist ja nächste Woche im Urlaub und während dieser Zeit auch nicht in seiner Wohnung. Das heißt für mich, dort ist Platz und ich darf da wohnen. Irgendwo in Bondi, was aus Prinzip schonmal gut klingt, weil das ziemlich nah am Strand ist und für lau darf ich mich sowieso nicht beschweren. Außerdem krieg ich den PickUp, um die Leute rumzufahren und vielleicht kann ich die ein oder andere Fahrt auch für mich mal machen. Mal sehen, werde ich ihn nochmal fragen.
Auf jeden Fall bin ich jetzt Flatmate von Wayne, meinem australischen Kollegen. Wir zwei halten das Business am Laufen während Greg in Sambia Urlaub macht. Kühlschrank darf ich benutzen, Waschmaschine, Bier ist schon kalt gestellt. Was will man mehr. Und ich bekomme mehr Geld (AU$ 20/h).
Also nicht übel, ich werde wohl ordentlich sparen, wenn ich das so richtig sehe.
Einziges Problem. Ich muss mein Hostel verlassen. Was jetzt nicht so das Problem, aber mein ganzes Zeug zu packen, sehe ich schon als ein weitaus größeres an. Aber naja, das mache ich schonmal, wenn ich AU$ 300 in zwei Wochen allein durch die Unterkunft sparen kann.
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