Samstag, 26. März 2011

Drei Tage in Adelaide... oder so ungefähr. (03/02-07/02)

(Anm. d. Verf.: So, ich war mal wieder fleißig und habe zwei Posts innerhalb kurzer Zeit veröffentlicht. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir mal dafür einen Gästebucheintrag hinterlasst. JEDER, der den Post liest! BITTE! Sonst bin ich für den nächsten zu unmotiviert!
Also, Bloglesen kostet jetzt was: Einen Gästebucheintrag. Auch von denen, die nur zufällig draufschauen, mich nicht kennen, oder irgendeine andere Ursache haben, die gegen einen Eintrag sprechen könnten.)


Bilder zu diesem Post gibts hier:
https://picasaweb.google.com/107499690923493021746/DreiTageInAdelaideOderSoUngefahr?feat=directlink

Okidoki, gleich mal hinterher der Blog aus Adelaide.
Also ich hatte ja jetzt mein Auto hinterm Hostel geparkt und sind, nachdem wir unsere Sachen hochgebracht hatten, auf einen Stadtspaziergang aufgebrochen. Ohne Plan, sondern einfach irgendwo lang. Adelaide ist ganz schön und macht einen angenehmen Eindruck, merkwürdigerweise hatte der McDonald’s in der Fußgängerzone schon halb acht zu und ich konnte mir gar nicht meine für jede größere Stadt obligatorischen Soft Serve und McDouble holen. Naja, das muss ich wohl dann verschieben. An ein paar schönen Pubs vorbeigekommen, einfach so herumgeschlendert, dann zurück ins Hostel, gegessen und geschlafen.

Zum Frühstück gibt’s hier immer leckere Pfannkuchen von Denise (so hieß die Schlafwandlerin von der Rezeption, die übrigens immer noch den pinken Schlafanzug anhatte, heute war nur das T-Shirt falsch rum). Und von der Ach-seid-froh-dass-ich-die-Rezeptionstante-bin-und-euch-noch-so-reinschiebe-Laune war auch nicht mehr viel zu spüren. Guten Morgen war für sie ein Fremdwort und da stand sie nun, griesgrämig ihre Pfannkuchen zubereitend. Jeden Tag macht sie das, ist schon ziemlich geübt, die sehen alle gleich aus, das muss ich schon zugeben und schmecken astrein. Dazu gibt’s immer Aprikosen- und Erdbeermarmelade, Zucker und Zitronensaftimitat von Coles. Wenn man Glück hat, bekommt man gleich zwei serviert, wenn man Pech hat, wird man gleich zum Abspülen geschickt. Ich hatte mich aber immer ordentlich mit acht Pfannkuchen satt gegessen.
Naja, wenn man jeden Tag, bei Wind und Wetter (was nicht wirklich beeinflussend ist), Pfannkuchen für irgendwelchen undankbaren Backpacker machen muss, die das Zeug schneller in sich reinschlingen, als man mit den Pfannkuchen in der Pfanne vorankommt, ist verständlich, dass man irgendwann mal etwas am Rad dreht. Oder etwas mehr.
Ich bin dann mal in die Stadt gegangen, um endlich mal die sagenhafte Story meiner Bankkarte zu beenden. Also bin ich losgetrottet, so zehn Minuten musste ich schon laufen, bis ich an der Filiale meiner Bank ankam, an die die Karte aus Sydney geschickt wurde. Warum die Karte nach Sydney kam und warum ich überhaupt eine neue brauchte und warum es eine sagenhafte Story geworden ist, das erfahrt ihr in den vorherigen Blogs, einmal in dem, wo ich in Canberra bin, dann in Devonport, Tasmanien und dann am Ende des Tasmanienberichts nochmal in Devonport. Einfacher ist es natürlich, wenn man sich dran erinnert ;).
Blieb für uns die Frage, ob wir bei dem entgegen der Vorhersage schönen Wetter lieber an den Strand gehen oder uns die Stadt angucken sollten. Wir entschieden uns für den Strand. Und fuhren nach Glenelg, sowas wie dem Bondi Adelaides. Aber der Unterschied war, dass in Glenelg, was man übrigens auch mal rückwärts probieren kann, keine Sau am Strand war und die See ganz ruhig und warm vor einem lag, wenn man sich Gedanken über den Liegeplatz machte. Und dann haben wir uns an den Strand geknallt, und erstmal relaxt. Ich weiß nicht, was die Mädels in der Zeit gemacht haben, jedenfalls bin ich weggepennt. Und als ich aufwache, ist das Wasser nicht mehr flach und etwas weiter weg, sondern ziemlich nah und wellig. Aber auch nicht schlecht. Dann noch einkaufen und wieder zurück ins Hostel. Die Mädels haben ihre Wäsche gewaschen und am Abend sind wir wieder mal in die Stadt getappelt, diesmal am 24h-McDonald’s vorbei und endlich meine Stadtbegrüßungsmahlzeit abgeholt.
Dann irgendwie wieder zurück.

Heute gings dann nach den Pfannkuchen wirklich in die Stadt, es war die richtige Entscheidung, denn es war ziemlich frisch und bewölkt, als wir uns zum Fahrradverleih aufmachten. Hier in Adelaide gibt’s nämlich Fahrräder zum Ausleihen. Was ’n Ding, was? Aber jetzt kommt das Ding: Kostenlos! Optimal. Ausweis oder Führerschein als Pfand und dann bekommt man sein Citybike. Also haben wir uns mal drei Räder ausgeliehen und sind etwas durch die Stadt geradelt. Zur Library, da gibt’s, wie in allen großstadtbüchereien, kostenlosen Internet und Wifi. Das haben wir doch dann gleich mal genutzt. Dann zum Pizza Hut, der ziemlich weit weg war und drei Pizza Mias bestellt. Das ist so eine gute Sache, um satt zu werden, solange man Fleisch nicht irgendwann satt hat. Denn die einzigen zwei Pizzen mit Gemüse drauf sind Chicken, das kostet aber nen Dollar mehr, und Veggie, klaro. Der Rest ist eine leckere Ansammlung von Fleisch, Wurst in allen Variationen. Aber schmeckt. BBQ, Veggie, Beef.
Dann wieder in die City geradelt, der Pizza Hut war etwas außerhalb, dort in die Art Gallery. Ganz in Ordnung, aber nicht berauschend. Davor war dann aber ein Hochzeit und die Braut sah etwas genervt aus von der hach wie herrlich inszenierten, ganz spontan Fotosession. Sollte sie doch glatt wie ein Rehlein im Walde durch irgendeine hässliche Gasse springen und dabei ihr Kleid etwas hüpfen lassen. Naja, nicht so gelungen. Und dabei stand der Bräutigam mit seinen Mates rum und hat sich etwas teilnahmslos unterhalten. Und als die Zeremonie vorbei war, ist die Braut mit ein paar Leuten vorneweg und der Bräutigam mit seinen Mates hintergetrottet. Wunderschön.
Wie auch immer, wir sind wieder zurück ins Hostel, haben noch im Central Market eingekauft und haben uns dann vorbereitet. Auf unsere lange Zugfahrt ins Outback nach Alice Springs. Heißt, wie haben für eine geschlagene Stunde und etwas mehr wahrscheinlich die kleine Küche im Sunny’s besetzt und haben gekocht, geschnippelt, vermengt, gewürzt, gehackt, ja, so alles, was man machen muss, wenn man sich wie in einer Großküche fühlen möchte. Und wir hatten alles genau geplant: Toast mit Frischkäse und Gurken, Tomaten und drumunddran zum Mittag, Schnitzeltoast fürs Abendbrot, Pfannkuchen zum Frühstück und Nudelsalat zum zweiten Mittag. Lecker.
Es gab also einiges zu tun, aber wir waren ziemlich schnell.
So, alles in den Kühlschrank und dann schonmal Richtung Bett, denn auch wenn der Zug morgen erst um 12:20 fährt, mussten wir ja noch einen unbeschränkten Parkplatz für mein Auto finden, nachdem wir unser Gepäck am Zug gelassen hatten. Dann noch mit meinen Eltern telefoniert und dabei von einer unbekannten Nummer angerufen worden. Aber naja, wird schon nichts sein und wenn, dann rufen die bestimmt nochmal an.
Hat sich aber niemand nochmal gemeldet, also naja, kein Ding. Gute Nacht.

Das letzte Mal Pfannkuchen im Sunny’s! Denise war wieder drauf, als hätte man sie nachts um zwei geweckt, um die Pfannkuchen zu machen. Deshalb hat sie die Pfannkuchen einfach mal von viertel neun auf halb zehn verschoben. Das wurde für uns natürlich etwas stressig und wir verschenkten etwas Zeit. Aber was solls. Als es dann Pfannkuchen gab, waren diese wieder lecker und hingen mir auch noch nicht zum Hals raus, dann haben wir ausgecheckt, Denise war wieder freundlich, hat uns eine gute Reise gewünscht und sich für den Aufenthalt bedankt. Kam mir aber sehr auswendig gelernt vor. Dann mal unser Gepäck ins Auto und ab geht’s, in ein neues Abenteuer.
Den Bahnhof hatten wir nach einmal Falschfahren schnell gefunden und dann waren wir glücklich, dass es da direkt kostenlose Parkplätze ohne Beschränkung gibt, und sind reiselustig ausgestiegen.
Kofferraumklappe auf und langsam mal ausladen, denn wir hatten durch die schnelle Parkplatzsuche ja noch Zeit.
Und hier endet dann der Post aus Adelaide.


Theoretisch. Praktisch kommt es aber immer anders, als man denkt:
Vorbei kommt ein Typ im Auto, hält an und sagt, dass wir lieber mal reingucken sollen, bevor wir ausladen, er hätte wohl dort arbeiten sollen, der Zug fährt aber nicht. Naja, wir haben uns nichts weiter bei gedacht, haben aber mal aufgehört, das Gepäck auszuladen und sind ins Terminal. Als wir reingehen, sehen wir auch ein paar erwartungsfrohe Gesichter, manche gucken aber ziemlich in die Leere. Gut, dass wir bald auch eher zu der letzten Gruppe gehören, wurde uns dann bewusst, als wir einen Blick auf die Bildschirme am anderen Ende des Terminals warfen: „The Ghan from Adelaide to Alice Springs has been cancelled.“ What?? Da mussten wir uns erstmal setzen.
Unser Plan war nämlich folgender gewesen: Der Zug sollte Sonntag abfahren, Montagmittag nach 25 Stunden ankommen, dann hatten wir die dreitägige Tour zum Uluru also auf Dienstagmorgen gebucht. Davon kommen wir dann also Donnerstagnachmittag zurück und die Mädels fliegen dann am Freitag nach Perth weiter.
Nun, etwas dumm gelaufen, würd ich mal sagen. Dann kam eine Ghan-Mitarbeiterin an und hat sich entschuldigt und so weiter und hat auch gesagt, wir dürfen das Telefon benutzen, um sämtliche Sachen umzubuchen, die dadurch jetzt in Verzug geraten. Immerhin.
Ursache ist dann durch sie auch bis zu uns durchgedrungen: Einer dieser tropischen Stürmchen da von der Ostküste, die Richtung Inland gezogen sind, von dem wir gar nicht viel mitbekommen haben und über den ich leider nicht so viel weiß wie Hannes, auf dessen Blog man es etwas besser nachlesen kann, weil etwas mehr betroffen war von den ganzen Wassermassen, die da entweder angeflossen oder angeregnet kamen. Wie auch immer, dieser Tropensturm, vielleicht war es der überaus gewaltige und bekannte Yasi, vielleicht ein anderer, ich kann es euch leider echt nicht sagen, hat einen Teil der Strecke überfluten lassen. Vielleicht waren es auch einfach nur heftige Regenfälle, es tut mir leid, ich habe echt nicht so richtig einen Schimmer davon. Boah, ich muss jetzt mal wieder ans Erklären zurück, ich unterbreche hier jeden unvollendeten Satz und ärgere mich dann, weil ich nicht mehr weiß, wie ich eine Verbindung zum verlorenen Faden heraufbeschwöre.
Also ein Teil der Strecke war also überflutet und keiner wusste so richtig, wann das Wasser abgeflossen ist, ob es wieder regnet oder sonstwas. Klar war nur, dass der Ghan nicht fahren konnte. Obwohl die Strecke vor ein paar Jahren extra verlegt worden war, um weniger Streckenbehinderungen durch Überflutungen zu haben. Tja, das war aber eher im südlichen Bereich der Strecke, die Stelle, wo es diesmal überschwemmt war, war auf der Karte ziemlich weit nördlich. Wahrscheinlich um die Staatsgrenze SA/NT herum. Uns wurde auch noch angeboten, in den Bus zu steigen. Aber wenn man sich so auf die Zugfahrt gefreut hat, dann bucht man doch lieber um, als sich ewig in einen Bus zu setzen, wo man nicht so leicht zwischendrin mal rumlaufen kann.
Also sind wir dann mal telefonieren gegangen. Hostel in Alice Springs und The Rock Tour waren überhaupt kein Problem, die haben dann einfach gesagt: Easy. Und die wussten auch gar nicht alle Namen von uns, ich habe beim Hostel angerufen und meinen gesagt und dass wir drei sind und dass wir es nicht schaffen, weil der Zug nicht fahren kann. „That’s alright.“ Cool. Nur beim Flug hatten die Mädels ewig probiert, bei Qantas durchzukommen, aber irgendwie waren dort alle schon in der Sonntagsmittagspause oder Frühstückspause oder Vormittagspause oder alles zusammen. Gut, naja, immerhin war das in Alice Springs geklärt. Jetzt mussten wir nur noch irgendwen von Qantas zum Gespräch zwingen. Und wo geht das besser als auf dem Flughafen. Also sind wir, nachdem wir etwas frustriert wieder abgetrottet waren, zum Flughafen gefahren, der Gott sei Dank ziemlich in der Nähe war. Da es wie immer bei solchen komischen Sachen keine Parkplätze gibt, habe ich die Mädels abgesetzt und bin dann etwas gecruist, um irgendwo kurz zu halten. Hatte dann auch was gefunden, bin dann nach einem kurzen Anklingler wieder losgebraust, um beide abzuholen, die dann ganz glücklich von einer kostenlosen Umbuchung erzählt haben und dass das ja soo einfach war. Das hörte sich doch gut an. Denn im Internet ist von einer Umbuchungsgebühr von bis zu $100 pro Person pro Flug pro pro pro pro und so weiter geschrieben.
Naja, prima. Ist ja alles soweit gut gegangen. Umgebucht haben wir jetzt übrigens alles zur Sicherheit um zwei Tage, weil die vom Ghan nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen konnten, ob der Zug dann nun endlich am nächsten Tag abfährt. Aber um uns dies mitzuteilen, konnten wir ne Handynummer hinterlassen, wo sie uns dann anrufen konnten. Und als ich meine angeben wollte, sagten sie, sie haben sie doch schon, es wäre ok und angeblich hätten sie auch durchgeklingelt am Vortag. Was? Kann doch nicht sein, hatte doch keinen Anruf auf dem Telefon. Naja, wie auch immer. Jedenfalls haben sie sie ja jetzt und können mich erreichen.
Später ist mir dann irgendwann eingefallen, dass ich ja doch angerufen wurde, als ich im Gespräch mit meinen Eltern war. Tja, das ist wohl mal megablöd gelaufen. Kann man nicht ändern. So mussten wir uns wenigstens nicht in der Nacht die ganze Zeit Gedanken machen wegen der Umbucherei und konnten gleich noch das Telefon nutzen.
Apropos später. Jetzt hatten wir ja plötzlich noch einen Nachmittag zur freien Verfügung, nachdem wir alle Angelegenheiten ungefähr zur planmäigen Abfahrtszeit um zwölf Uhr zwanzig erledigt hatten. Das Wichtigste war: Essen. Apropos Essen.
Essen hatten wir ja gemacht für unsere Zugfahrt. Bloß, wo war es eigentlich? Im Auto jedenfalls nicht. Leo hatte es nicht mitgenommen, Nele nicht und ich schon gleich gar nicht mit meinem Gedächtnis wie ein Sieb. Beziehungsweise ich, der ich mich ja mit so viel wichtigeren Sachen beschäftigen muss ;). Nein, ganz im Ernst, wir hattens einfach völlig verplant, unser Essen aus dem Kühlschrank zu nehmen. Schuld daran waren eigentlich wir. Aber Denise. Denn die hatte unseren Plan ins Wanken gebracht, mit ihrer Pfannkuchenverzögerung.
Wie auch immer, wir hätten schon noch genug Zeit gehabt, nochmal zurückzufahren, um sie zu holen. Aber es roch schon sehr streng nach Dummheit. Soviel Zeit, wie wir allein in die Zubereitung gesteckt hatten und dann lassen wir es mir nichts dir nichts im Kühlschrank liegen. Mein Gott.
So, Hunger hatten wir immer noch, obgleich ich hier wieder mal abgeschweift bin, und da wir erstmal den Kopf dicht hatten und nicht viel darüber nachdenken wollen, was wir kaufen, um was danach zu essen, sind wir einfach wieder zum Pizza Hut gefahren. Zum zweiten Mal in zwei Tagen. Mit dem gleichen Typen an der Kasse, der schon schmunzeln musste, als er uns wieder über die Schwelle treten sah. Diesmal gabs wieder Veggie, BBQ Bacon und Ham&Cheese, glaube ich, also zumindest dabei haben wir einen gravierenden Wechsel eingebaut gehabt. Das hat uns aber dann wirklich unsere letzten grauen Zellen gekostet.
So, apropos später, um das mal wieder aufzugreifen (Sorry, meine Überleitungen sind momentan nicht so gut, ich bin einfach zu oft abgewichen und wieder zurückkommen, als dass mir noch eine neue individuell gefertigte Überleitung einfallen würde.), später haben wir gedacht, dass es vielleicht doch besser ist, gleich mal zu Denise zu gehen und uns wieder für eine Nacht einzuchecken. Also hin und mal geschaut, ob sie da ist. Aber die Rezeption hatte halt geschlossen und so mussten wir warten, bis jemand herauskommt, um hereinzukommen. Verstehste?
Nachdem wir dann etwas gewartet hatten, sind wir doch noch durch den Spalt gekrochen und haben uns nach Denise im Hostel umgeschaut. Und dann merkten wir, dass wir uns nur umhören mussten. Denn ihre markante Stimme war meistens sehr weit durch das Hostel zu hören und so war es auch diesmal. Jedenfalls sind wir dann zu ihr, sie hat natürlich etwas verdattert geguckt, wir erklärten ihr, warum wir wieder da sind und dass wir noch eine Nacht brauchen. Alle klar, schnell ins Office und eingecheckt, natürlich nur, weil Denise so aufopferungsvoll ihre Pause für uns unterbricht und uns einchecken lässt. Wie liebevoll. Das musste sie uns natürlich dreimal klarmachen.
Wie auch immer, wir hatten dann immer noch den Nachmittag zur Verfügung und haben uns dann nochmal für den Strand entschieden. Das war ziemlich cool, etwas frisch und windig, aber in Ordnung. Kurz bevor ich am Wegpennen war, klingelt mein Telefon. Der Ghan ruft an und sagt mir – höchstpersönlich – dass er morgen fährt, einfach vierundzwanzig Stunden verspätet. Nagut, immerhin das, brauchen wir nicht nochmal los und wieder zurück und wie auch immer..
Irgendwann kamen dann Nele auf die Idee, mich einbuddeln zu müssen und da das ja so ultraspaßig ist, hat Leo dann auch gleich noch mitgemacht. Also war ich ratzfatz wegggegraben im Sand und guckte dann nur noch im Hans-guck-in-die-Luft-Stil die Wolken an. Bewegen durfte ich mich natürlich auch nicht, das hätte „Falten“ gegeben. Risse für jeden Normaldenkenden ;).
Naja, jedenfalls haben sie mir noch irgendwas herummodeliert, ob ich das Bild davon hier hoch lade, muss ich mir nochmal ernsthaft überlegen, weil sonst meine Seriösität als Blogger möglicherweise untergraben werden könnte.
Dann musste ich natürlich noch ins Wasser, weil ich ja eingesandet war von oben bis unten. Aber es war so verdammt kalt, so verdammt kalt, so verdammt kalt (Das ist übrigens kein Sprung in der Platte, es soll nur die Wirkung der Impression „Kälte!“ verstärken, wenn euch das nicht aufgefallen ist.), dass ich, obwohl ich gerne länger im Wasser geblieben wäre, nach kurzem Abspülen und Waschen wieder raus musste. Und dann bin ich zur Dusche gerannt, um das Salzwasser wegzukriegen, Nele gleich hinter her irgendwie und plötzlich habe ich mir so verdammt was auf der linken Seite im Rücken verrissen, das tat von jetzt auf gleich höllisch weh, ich konnte nur noch gebückt und gedreht laufen und meinen Nacken eigentlich gar nicht mehr bewegen bzw. drehen. Naja, das war nicht so toll, aber auch nicht zu ändern. Ich habe zumindest versucht, die Stelle zu wärmen und es wurde leicht besser. Aber von ganz schrecklich zu schrecklich ist nun mal kein großer Unterschied. Was sollte ich machen, weiter gings. Schluss mit der Aua-Nummer.
Dann war es schon nach sechs und es war Sonntag und beides zusammen ist eine ziemlich ungünstige Kombination, wenn man noch einkaufen will und bedenkt, dass die Supermärkte um fünf zu machen. Aber war schon ok. Und da wir nicht schon wieder zu Pizza Hut gehen wollten, mussten wir uns dann von einem Tankstellenshop Nudeln holen.
Naja, eher suboptimal, aber was solls. Gut, zurück ins Hostel. Gegessen und diesmal wieder ins Bett gegangen, aber mit etwas mehr Ruhe, da wir ja jetzt wussten, dass es easy mit den Parkplätzen und so weiter ist.

Am nächsten Morgen werden wir erstmal angefahren von Denise, dass wir ja nicht nochmal wiederkommen sollen, sie macht unsere Betten jedenfalls kein drittes Mal. Ahhhja, richtig, wer kriegt hier nochmal Geld dafür? Jaja, alles klaro. Gut, dann wieder mit Pfannkuchen vollgestopft und Gepäck und diesmal auch das Essen mitgenommen und dann nochmal von Denise verabschiedet, mit einer ähnlichen Formel wie gestern, ergänzt durch das Ich-mach-eure-Betten-nicht-nochmal-Gefasel.
Dann fahren wir zum Ghan, finden gleich die richtige Abfahrt, parken auf demselben Parkplatz wie gestern und steigen aus. Und da heute kein Typ in seinem Auto uns rät, lieber vorher mal reinzuschauen, schauen wir heute lieber vorher nochmal rein. Ist aber alles in Ordnung, wir holen unser Gepäck raus, das Essen auch und los geht’s.
Und damit endet dieser Post. Jetzt aber wirklich.

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